Informationen zum Schindhaubasistunnel
Der Schindhaubasistunnel wird vermutlich über 400 Mio Euro kosten um ein Problem zu lösen, dass es bei Fertigstellung nach 2044 gar nicht mehr geben wird. Durch die Stärkung des Autoverkehrs wird eine effektive Verkehrswende verschleppt. Stattdessen braucht es schnelle und effektive Maßnahmen zur Reduktion des Individualverkehrs.
Im Folgenden wird genauer auf die Argumente gegen den Schindhaubasistunnel eingegangen.
Zu Teuer
Der Tunnel soll laut Regierungspräsidium 338,3 Mio Euro (Stand 2019) kosten. Wir gehen davon aus, dass er wegen den Kostensteigerungen durch den Ukraine-Krieg mindestens 400 Mio Euro kosten wird.
Zu spät
Laut Schätzungen des Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser wird bis 2044 kein Auto durch den Tunnel fahren. Die Tübinger Südstadt kann aber nicht noch 20 Jahre auf eine Entlastung warten.
Unnötig
Die Tunnelplanung basiert auf uralten Verkehrsprognosen, die keinerlei Verkehrswende mit einberechnen. Laut Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie muss der Autoverkehr in Deutschland bis 2035 halbiert werden, um einen fairen Beitrag zur Pariser 1,5 °C Grenze zu leisten. Für einen klimagerechten Reduktionspfad wird der Schindhaubasistunnel nicht benötig.
Klimaschädlich
Nicht nur beim Bau des Tunnels werden durch die Verwendung von Zement große Mengen an CO₂ freigesetzt. Der Tunnel belohnt klimaschädlichen Individualverkehr durch verkürzte Fahrzeiten. Dadurch steigen mehr Menschen aufs Auto um. Man spricht von Induziertem Verkehr. Selbst wenn in Zukunft nur noch E-Autos unterwegs sind, sind diese im Vergleich zu Fahrrad und ÖPNV sehr umweltschädlich.
Bessere Alternativmöglichkeiten
Anstatt einen neuen, autobahnähnlichen, Tunnel zu graben, sollte klimafreundlicher Verkehr attraktiver gemacht werden, während der Autoverkehr ausgebremst werden muss. So werden Menschen dazu bewegt aufs Fahrrad oder den ÖPNV umzusteigen. Das verbraucht weniger Platz, hält die Menschen gesünder und macht weniger Lärm. Mögliche Maßnahmen sind z.B.:
- Pförtnerampel
- Regionalstadtbahn
- Bessere Überwege über die B28